Unsere Sache

Unser Ziel ist es, das Leben von Mädchen in Westafrika durch Bildung langfristig zu verbessern.

„Tua res agitur" – „Es ist Deine Sache"
Nach diesem lateinischen Leitsatz wollen wir die Mädchen ermutigen, mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen.

Unsere Projekte finden hauptsächlich in Burkina Faso statt.
Im Jahr 2016 war Burkina Faso laut Human Development Index auf Platz 185 von insgesamt 188 Ländern und somit eines der ärmsten Länder weltweit.2

Burkina Faso ist sehr arm an natürlichen Ressourcen.
Ausländische Investitionen in das Land gibt es kaum.
Das Resultat: Armut ist allgegenwärtig und weit verbreitet.

Dennoch stehen Eltern vor erheblichen Kosten wie Schulgebühren, Schulmaterial und Schulkleidung. Diese Kosten sind oft der Grund, warum Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken. Auch die Entfernung zur Schule und ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften tragen dazu bei, dass Bildung nur einen geringen Stellenwert in den Familien und Kommunen hat. Das hat zur Folge, dass von den 87 Prozent Kindern, die in die Schule eingeschrieben werden, 30 Prozent die Schule wieder abbrechen.3 Durchschnittlich besuchen Kinder in Burkina nicht einmal 8 Jahre lang die Schule.4

Die UNDP berichtete 2015, dass nur 36 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren lesen und schreiben können.5 Bei den Frauen der Bevölkerung sind es erschreckenderweise sogar nur 29,3 Prozent. 6

Warum Mädchenbildung?

Frauen und Mädchen sind unverhältnismäßig stark von Armut betroffen. Es ist üblich, das häusliche Aufgaben wie Kinderbetreuung und Hausarbeit den Frauen übertragen werden. Diese Arbeiten sind wichtig, jedoch unbezahlt.

"Die hartnäckigen sozialen und kulturellen Praktiken beschränken die wirtschaftliche und soziale Rolle von Mädchen und Frauen in den meisten Ländern der Welt." -OECD, 20127

Viele Familien können nicht alle ihre Kinder in die Schule schicken. Oft wird die Bildung eines Mädchens als unwichtig angesehen, wenn eine Familie vor der Entscheidung steht, welches Kind sie in die Schule schickt. Diese Wahl spiegelt sich in Zahlen wieder. Nur 62,8 Prozent der Mädchen schließen die Grundschule ab. Weniger als die Hälfte dieser Mädchen gehen anschließend in die Sekundarschule.8  Laut einer Studie des Bildungsministeriums in Burkina Faso aus dem Jahr 2011 schlossen 21 Prozent der Jungen die einfache Sekundarschule ab, bei den Mädchen waren es nur 14,3 Prozent.9 Generationen von Mädchen erhalten nicht ausreichende Schulbildung, was sie auf unsichere und stagnierende Arbeit im informellen Sektor beschränkt.10

Bildung hat für Mädchen und die Gesellschaft viele Vorteile. Gebildete Frauen kennen die Gefahren von HIV und stecken sich seltener an, sie heiraten später und werden entsprechend später Mütter. Eine gebildete Frau bekommt weniger Kinder, die gleichzeitig gesünder sind. Sie wird diese Kinder sehr viel wahrscheinlicher vor illegalen kulturellen Praktiken schützen und sie in die Schule schicken.11

Darüber hinaus ermöglicht Bildung jungen Frauen, aktivere Mitglieder ihrer Gesellschaft zu werden. Studien zeigen, dass Frauen mit mindestens einer Grundausbildung seltener unter die Armutsgrenze fallen. Allein ein zusätzliches Schuljahr über den Durchschnitt hinaus kann das Gehalt einer jungen Frau um 10 bis 20 Prozent steigern. Bei einem zusätzlichen Schuljahr in der Sekundarstufe steigt das potentielle Gehalt sogar um 15 bis 25 Prozent.12

Bildung ist für Mädchen und Jungen ein Grundrecht. Mädchen in Burkina Faso und auf der ganzen Welt sehen sich jedoch deutlich stärkerem Druck ausgesetzt, die Schule abzubrechen und sich um ihre Familien zu kümmern. Die Hürden für Mädchen sind deutlich höher.

Durch die Unterstützung und Förderung der Ausbildung von Mädchen in Burkina Faso hoffen wir, zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes beizutragen.

Möchten Sie mehr über unsere Interventionen erfahren? Klicken Sie hier, um mehr über unsere Programme zu erfahren.->


1, 3, 4, 5. UNDP, 2015

2. World Bank, 2015

6. CIA World Factbook, 2017

7. OECD, 2012

8. EPDC, 2017

9. EPDC, 2017

10. PSEF, 2012

11. UNESCO, 2011

12. OHCHR, 2005