Der TuaRes Ansatz: Durch Bildung zur Selbstständigkeit

Mithilfe eines detaillierten Auswahlverfahrens und Hand in Hand mit den örtlichen Gemeinden ermittelt TuaRes zu Beginn eines jeden Schuljahres die verletzbarsten Mädchen der Gemeinden. Mittlerweile arbeitet TuaRes mit fünf Schulen in Ouagadougou und Boulsa zusammen. Gefördert werden sowohl Grundschülerinnen als auch Sekundarschülerinnen. Jede neue TuaRes Schülerin wird zu Beginn ärztlich untersucht. Hilfsmittel wie z.B. eine Brille oder andere Behandlungen werden von TuaRes bezahlt. Damit, gemeinsam mit der Versorgung durch Nahrungsmittel in den Familien und an den Schulen, sind die gesundheitlichen Grundvoraussetzungen für gutes Lernen gegeben. Außerdem erfahren die Mädchen finanzielle, materielle und psychologische Unterstützung durch TuaRes. Die Mädchen erhalten Nachhilfeunterricht in den Kernfächern und profitieren von unseren Zusatzprogrammen, die IT-, Englisch- und lebenspraktische Fähigkeiten vermitteln. So ebnen wir den Mädchen den Weg für eine erfolgreiche, schulische Laufbahn und ein selbstständiges Leben.


Doch was passiert nach der Schule? Um den Mädchen den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern und zu verhindern, dass sie in die alten Muster der Abhängigkeit zurückfallen, haben wir ein Programm für das Leben nach der Schule entwickelt. Ausgewählte Mädchen können eine Berufsausbildung zur Schneiderin, Kosmetikerin, Friseurin, Krankenschwester oder Lehrerin beginnen. Auch die Mütter der Mädchen bekommen durch Mikrokredite die Chance, ein eigenes Geschäft aufzubauen und so wichtiges Einkommen für die Familie zu generieren. An die besten Absolventinnen der Sekundarstufe vergibt TuaRes Universitätsstipendien. Ein Alumnae-Netzwerk aus ehemaligen TuaRes Schülerinnen und Studentinnen soll schließlich für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung sorgen und den TuaRes Gedanken in die nächsten Generationen weitertragen und fördern.