Schulbesuche in Burkina Faso1

In Burkina Faso - wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch - ist der Schulbesuch für Mädchen - insbesondere für solche aus armen und benachteiligten Familien - immer noch problematisch, wie man in folgenden Statistiken erkennt:

  • 84% aller Mädchen werden in der Grundschule aufgenommen - Jungen: 88%
  • 42% dieser Mädchen beenden die Grundschule - Jungen: 49%
  • 51% der Mädchen, die die Grundschule abschließen, besuchen anschließend eine weiterführende Schule
  • 15% der Mädchen eines Jahrganges beenden auch die weiterführende Schule - Jungen: 20%

Warum ist der Schulbesuch gerade für Mädchen oft schwierig ?

  • Armut der Familien
  • Mangelnde Bildung der Eltern
  • Weite Entfernung zur nächstgelegenen Schule
  • Kulturelle Praktiken wie Zwangsehen

Der Wert von Mädchenbildung

Die Ausbildung einer jungen Frau beeinflusst nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder. Bildung hat die Macht, den Teufelskreis eines fremdbestimmten Lebens zu durchbrechen. TuaRes ist davon überzeugt, dass Bildung Mädchen ermöglicht, Verantwortung für das eigene Leben und das ihrer Familien zu übernehmen.

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Der erste Schritt auf dem Weg zu einer ausgebildeten, entwickelten Nation ist Bildung

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In direktem Zusammenhang mit Mädchenbildung stehen:

+ Höheres Einkommen
  • Fähigkeiten, die die Mädchen in der Schule erlernen, helfen ihnen, besser für sich und ihre Kinder zu sorgen.
  • Für jedes weitere Grundschuljahr kann ein Mädchen mit einer Einkommenssteigerung von 10 bis 20% rechnen. Mit jedem zusätzlichen Jahr an einer Sekundärschule ist eine Einkommenssteigerung um 15 bis 25% möglich2.
  • Eine Mutter mit Ausbildung wird den Großteil ihres Einkommens zum Nutzen ihrer Familie reinvestieren.
  • Eine gebildete weibliche Bevölkerung erhöht die Produktivität des Landes und fördert das Wirtschaftswachstum.
+ Geringere Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion
  • Frauen mit weiterführender Bildung sind fünfmal öfter über HIV und AIDS aufgeklärt als Analphabetinnen.3
  • Gebildete Mädchen sind besser über die Risiken der Mutter-Kind-Übertragung durch Stillen informiert. Sie wissen, dass das Infektionsrisiko mit Hilfe von Medikamenten reduziert werden kann.
  • Bildung und Aufklärung führt zu sichererem Sexualverhalten durch die Verwendung von Kondomen.
+ Spätere Heirat, spätere Schwangerschaften, sicherere Geburten 4
  • Mädchen mit einer Ausbildung heiraten später und bekommen nicht als Teenager Kinder, sondern später.
  • Je besser sie ausgebildet sind, desto seltener werden junge Frauen schon als Teenager schwanger. Die Kindersterblichkeit bei gebärenden Frauen unter 18 Jahren liegt um 60% höher als bei älteren Frauen.
  • Mütter mit einer höheren Ausbildung haben eine zu 50% höhere Wahrscheinlichkeit in einer Gesundheitsstation zu gebären als andere Frauen.
+ Weniger, aber gesündere Kinder 5
  • Bildung erlaubt den Frauen mehr Kontrolle über die Anzahl der Kinder, die sie zur Welt bringen.
  • Das Kind einer Mutter, die lesen kann, hat eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, fünf Jahre alt zu werden als andere Kinder.
  • Ein zusätzlich absolviertes Schuljahr vermindert die Fertilitätsrate um 10%.
+ Schutz der eigenen Kinder und Förderung ihrer Bildung
  • Mädchenbildung trägt zur Verminderung von Kindesheiraten um 14% bei. 6
  • Eine gebildete Mutter wird ihre Tochter eher vor Genitalverstümmelung schützen.
  • Eine Frau mit Ausbildung wird die Schulbildung ihrer Kinder aktiv fördern.
+ Ein gesünderes und besseres Leben
  • Ausgebildete Frauen sind eher geneigt Gesundheitsdienste zu nutzen.
  • Kinder gebildeter Mütter werden häufiger geimpft und es ist weniger wahrscheinlich, dass sie unterernährt sind.
-> Ein ausgebildetes Mädchen trägt zur Entwicklung des Landes bei

Bildung ist Menschenrecht

Wir wollen den Zugang zu Bildung ermöglichen und die Qualität der Bildung fördern.